Caren Miosga 06.10.2024

Caren Miosga 06.10.2024

Caren Miosga heute, am 06. Oktober 2024 - Gäste und Thema

Am Sonntag, 6. Oktober 2024, 21:45 Uhr, Das Erste, sind das heute die Gäste bei Caren Miosga: Annalena Baerbock (Außenministerin), Guido Steinberg (Nahost-Experte), Daniel Gerlach (Chefredakteur)

Thema bei Caren Miosga heute

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Caren Miosga  Foto: Frank Schwichtenberg, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die bevorstehende Folge von "Caren Miosga" widmet sich der explosiven geopolitischen Lage im Nahen Osten, angesichts der zunehmenden militärischen Spannungen zwischen Israel, der Hisbollah und dem Iran. Mit einem Jahr seit dem verheerenden Überfall der Hamas auf Israel ist die Situation weiterhin angespannt, verschärft durch jüngste militärische Entwicklungen und die humanitäre Notlage sowohl in den palästinensischen Gebieten als auch in Israel.

Die jüngsten Ereignisse haben die Region ins Zentrum der globalen Aufmerksamkeit gerückt: Nach dem Tod des Hisbollah-Führers Hassan Nasrallah und infolgedessen erfolgten israelischen Militäroperationen im Südlibanon, hat Iran in einem symbolträchtigen Akt Raketen auf Israel abgefeuert. Während Israel unter der Führung von Premierminister Netanjahu entschlossene Vergeltungsmaßnahmen angekündigt hat, bleibt die Rolle Deutschlands als Vermittler und Unterstützer im Fokus. Caren Miosga wird diese komplexe und angespannte Dynamik mit ihren Gästen erörtern.

Deutschland: Ein Akteur zwischen Diplomatie und Staatsräson

Annalena Baerbock, die deutsche Außenministerin, hat mit ihrer intensiven Reisetätigkeit und der Pendeldiplomatie in der Region versucht, die Brände zu löschen und die fragile Balance zu schützen. Sie betont das Recht Israels auf Verteidigung, andererseits warnt sie vor einer weiteren Verschärfung der Lage, die zu einem großflächigen Krieg führen könnte. Angesichts der anhaltenden Geiselhaft israelischer Bürger durch die Hamas im Gaza-Streifen bemüht sie sich, die humanitäre Hilfe und den diplomatischen Dialog zu intensivieren. Doch trotz aller Bemühungen bleibt die Wirksamkeit der Diplomatie in Frage gestellt.

Guido Steinbergs strategischer Überblick

Nahost-Experte Guido Steinberg beleuchtet die militärischen und politischen Aspekte hinter den jüngsten Entwicklungen. Er sieht die Hisbollah nach dem Tod ihres Anführers strategisch geschwächt und den Iran hin- und hergerissen zwischen Vergeltungswünschen und dem Risiko direkter Konfrontationen mit den mächtigen Verbündeten Israels, den USA. Seine Analyse bietet Einblicke in die Dynamiken, die den weiteren Verlauf des Konflikts prägen könnten, und zeigt auf, dass der Iran seinen symbolträchtigen Raketenangriff nutzte, um Stärke zu demonstrieren, ohne ernsthafte militärische Maßnahmen zu ergreifen.

Daniel Gerlach kritisiert das eskalierende Vorgehen

Daniel Gerlach, Chefredakteur des Magazins "Zenith" und Kenner der Nahostpolitik, bietet einen kritischen Blick auf die kontinuierliche Eskalation der israelischen Militäraktionen unter der Leitung von Premierminister Netanjahu. Laut Gerlach haben westliche Partner zunehmend Schwierigkeiten, Einfluss auf die israelische Politik zu nehmen, während diplomatische Lösungen für den Konflikt ungenutzt bleiben. Seine Einschätzungen heben die Notwendigkeit verstärkter diplomatischer Anstrengungen und die Suche nach langfristigen politischen Lösungen hervor, um die Region in einen dauerhaften Frieden zu führen.

Die humanitäre Krise: Eine andere Perspektive

Abseits der politischen und militärischen Aspekte bleibt die humanitäre Notlage eine erschütternde Realität. Die palästinensische Bevölkerung leidet unter extremen Mangelbedingungen, und auch die israelische Zivilbevölkerung lebt weiterhin in ständiger Angst vor neuen Angriffen. Alle Gäste betonen die Notwendigkeit, humanitäre Maßnahmen zu verstärken und den Fokus auf das menschliche Leid zu richten, das durch den andauernden Konflikt verstärkt wird.

Schlussfolgerung: Möglichkeiten für Frieden?

In der heutigen Diskussion wird analysiert, inwieweit Annalena Baerbocks Diplomatie und Deutschlands Engagement eine Rolle in der Deeskalation spielen können, während Experten wie Guido Steinberg und Daniel Gerlach die strategischen Bewegungen am Boden abwägen. Die Frage bleibt, ob eine nachhaltige Friedenslösung möglich ist und in welchen Formen die internationalen Mächte konstruktiv eingreifen können, um einen drohenden Krieg zu verhindern. Die Sendung verspricht wertvolle Einblicke in die Nuancen des aktuellen geopolitischen Klimas und die komplexen Entscheidungsprozesse, die die Region prägen.

Wer sind heute, am 06. Oktober 2024, die Gäste bei Caren Miosga?

Annalena Baerbock (Außenministerin)

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Annalena Baerbock Foto: Stefan Kaminski, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat seit einem Jahr intensive diplomatische Bemühungen im Nahen Osten unternommen, um Spannungen durch Direktgespräche und Koordination mit internationalen Partnern abzubauen. Bekannt für ihren direkten Ansatz, hat sie wiederholt die Wichtigkeit einer Balance zwischen israelischem Recht auf Selbstverteidigung und der Notwendigkeit für einen dauerhaften Frieden betont. Baerbock bleibt eine starke Stimme für humanitäre Hilfsmaßnahmen und diplomatische Lösungen in einer zunehmend polarisierten Umgebung.

Guido Steinberg (Nahost-Experte)

Guido Steinberg, Senior Associate bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, analysiert seit Jahren die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Er bringt eine differenzierte Perspektive ein, die militärische und politische Stärken und Schwächen der Akteure beleuchtet, wie im Fall der geschwächten Hisbollah und des Iran, die zwischen militärischem Ehrgeiz und diplomatischen Vorsichtsmaßnahmen balancieren. Sein analytisches Auge verschafft wertvolle Einblicke in die derzeitigen Machtverhältnisse in der Region.

Daniel Gerlach (Chefredakteur)

Daniel Gerlach ist Chefredakteur des Nahost-Magazins "Zenith" und verfügt über umfassende Erfahrung in der Analyse komplexer politischer Situationen im Nahen Osten. Durch seinen kritischen Blick auf die Rolle der westlichen Mächte und den ungenutzten Chancen diplomatischer Interaktion, legt er einen Fokus auf die langfristigen globalen Auswirkungen des israelisch-palästinensischen Konflikts. Gerlach bietet eine notwendige Perspektive für progressive politische Dialoge und friedliche Lösungen.

Sendung Caren Miosga vom 22.09.2024 

 

Markus Lanz am 03.10.24

Markus Lanz am 03.10.24

Markus Lanz heute, am 3. Oktober 2024 - Gäste und Thema

Am Donnerstag, 3. Oktober 2024, 23.05 Uhr im ZDF, sind das heute die Gäste bei Markus Lanz: Kevin Kühnert (SPD-Generalsekretär), Robin Alexander (Journalist), Rüdiger Maas (Generationenforscher), Corinna Milborn (Politologin)

Thema bei Markus Lanz heute

In der heutigen Ausgabe von "Markus Lanz" wird die Aufmerksamkeit auf die innenpolitische Landschaft in Deutschland sowie auf die jüngsten politischen Umwälzungen in Österreich gelenkt. Kevin Kühnert wird als Vertreter der SPD auf die aktuellen parteiinternen Herausforderungen eingehen, insbesondere bezüglich der Kritik an der Migrationspolitik von Kanzler Scholz, den Koalitionsverhandlungen in Thüringen und den internen Auseinandersetzungen um das Rentenpaket.

Robin Alexander ergänzt diese Diskussion mit seiner Analyse der politischen Dynamik nach den jüngsten Wahlen in Ostdeutschland. Dabei werden die bundespolitischen Implikationen und mögliche Personaldebatten innerhalb der SPD erörtert. Der Generationenforscher Rüdiger Maas beleuchtet das Phänomen des sich wandelnden Wahlverhaltens der jungen Wähler, die zunehmend rechte Parteien bevorzugen, ein Trend, der das politische Gefüge erheblich beeinflussen könnte.

Des Weiteren richtet die Sendung ihren Blick auf die österreichische Politik, wo Corinna Milborn über die Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung nach dem Wahlsieg der FPÖ spricht. Sie wird die möglichen Auswirkungen auf die politische Stabilität und die Konsequenzen für die Nachbarländer analysieren.

Wer sind heute, am 3. Oktober 2024, die Gäste bei Markus Lanz?

Kevin Kühnert (SPD-Generalsekretär)

kevin kuehnertSeit 2021 im Amt, ist Kevin Kühnert einer der prägenden Köpfe der SPD. Mit einer langen Geschichte als Bundesvorsitzender der Jusos ist er bekannt für seine klaren Positionen zu sozialer Gerechtigkeit. In der aktuellen politischen Landschaft spielt Kühnert eine entscheidende Rolle, indem er zwischen den Parteiflügeln und der Basis vermittelt, besonders bei umstrittenen Themen wie der Migrationspolitik und Rentenreformen.

Foto: photothek.net, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

 

Robin Alexander (Journalist)

Als stellvertretender Chef der politischen Redaktion der "Welt" gilt Robin Alexander als einer der einflussreichsten politischen Kommentatoren in Deutschland. Seine Analysen zur deutschen Innenpolitik sind tiefgehende Untersuchungen der parteiinternen Strukturen und Herausforderungen, die insbesondere die SPD und die politischen Verhältnisse in Ostdeutschland betreffen.

Rüdiger Maas (Generationenforscher)

Der Psychologe und Autor Rüdiger Maas hat sich auf das Studium der generationenübergreifenden Verhaltensveränderungen spezialisiert. In jüngster Zeit konzentriert er sich auf das sich wandelnde Wahlverhalten der jungen Bevölkerung in Deutschland, von traditionell linken Parteien zu einem verstärkten Zuspruch für rechte Parteien. Er untersucht die sozialen und ökonomischen Faktoren, die zu diesem Trend beitragen.

Corinna Milborn (Politologin)

Corinna Milborn ist eine angesehene Moderatorin und Politologin aus Wien. Sie bietet Expertise in der österreichischen und europäischen Politik und beleuchtet in der aktuellen Sendung die komplexe politische Lage in Österreich nach dem Wahlsieg der FPÖ. Ihre Analysen ziehen Parallelen zu Entwicklungen in anderen europäischen Ländern und betrachten die Implikationen für die diplomatischen Beziehungen zu Deutschland.

Markus Lanz heute, am 02.10.2024  – Gäste und Thema

Markus Lanz heute, am 02.10.2024 – Gäste und Thema

Am Mittwoch, 2. Oktober 2024, 00.00 Uhr im ZDF, sind das die Gäste bei "Markus Lanz": Politologin Bente Scheller, Militär-Experte Carlo Masala, ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa, ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf, Nahost-Experte Christoph Ehrhardt.

Thema bei Markus Lanz heute:

In der heutigen "Markus Lanz"-Sendung analysieren Expertinnen und Experten die aktuelle Lage im Nahen Osten. Bente Scheller, Politologin und Leiterin des Referats Nahost und Nordafrika bei der Heinrich-Böll-Stiftung, ordnet die Entwicklungen in der Region ein. Sie beleuchtet die Hintergründe des anhaltenden Konflikts und die Auswirkungen auf die politischen Strukturen der betroffenen Länder.

Carlo Masala, Militär-Experte der Universität der Bundeswehr München, diskutiert die militärische Stärke der Streitkräfte Israels und des Irans. Er erklärt die Eskalationsrisiken und welche Rolle die geopolitischen Interessen anderer Großmächte spielen könnten. Phoebe Gaa, ZDF-Korrespondentin, gibt Einblicke in die Sicht der iranischen Bevölkerung auf den Konflikt und die Botschaft des Mullah-Regimes.

Aus dem Krisengebiet berichten Katrin Eigendorf und Christoph Ehrhardt direkt über die Lage vor Ort. Eigendorf schildert ihre Eindrücke aus dem Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon, während Ehrhardt die prekäre humanitäre Situation im Libanon analysiert. Gemeinsam diskutieren die Gäste die komplexen Wechselwirkungen von Politik, Militär und Menschlichkeit in dieser Krisenregion.

Wer sind heute, am 02.10.2024, die Gäste bei Markus Lanz?

carlo masala

Bente Scheller, Politologin

Die Leiterin des Referats Nahost und Nordafrika der Heinrich-Böll-Stiftung ordnet die aktuelle Entwicklung im Nahen Osten ein.

Carlo Masala, Militär-Experte

Der Professor der Universität der Bundeswehr München äußert sich zur Gefechtsstärke der Streitkräfte Israels und des Iran. Und er analysiert die Eskalationsrisiken.

 

Foto: Superbass, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

 

Phoebe Gaa, ZDF-Korrespondentin

Direkt aus Teheran schildert sie, welche Botschaft das Mullah-Regime mit dem Angriff auf Israel vor allem an die eigene Bevölkerung sendet und wie die Iraner auf den Konflikt blicken.

Katrin Eigendorf, ZDF-Korrespondentin

Heute Morgen ist sie aus dem Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon nach Tel Aviv zurückgekehrt. Sie berichtet von ihren Eindrücken.

Christoph Ehrhardt, Nahost-Experte

Zugeschaltet aus Beirut, informiert der "FAZ"-Korrespondent über die angespannte humanitäre Lage im Libanon.

 

 

Markus Lanz in der ZDF-Mediathek

Portrait von Markus Lanz

 

Das Leben ist ungerecht! 

Markus Lanz heute, am 01.10.2024 im ZDF – Gäste und Thema

Markus Lanz heute, am 01.10.2024 im ZDF – Gäste und Thema

Welche Gäste sind bei Markus Lanz heute zu Gast? Jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag treffen sich bei Markus Lanz mehrere Gäste im Studio und diskutieren ein aktuelles Thema. 

Thema bei Markus Lanz heute:

In der aktuellen Sendung diskutieren prominente Gäste über die jüngsten Entwicklungen in Deutschland und im Nahen Osten. Im Fokus stehen die politischen Verschiebungen nach den ostdeutschen Landtagswahlen, das Abschneiden der AfD und die Position der CDU in der internationalen Krisenpolitik.

Jens Spahn, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, äußert sich zu den Perspektiven seiner Partei und den deutsch-israelischen Beziehungen. Ulrike Herrmann, Journalistin der „taz“, analysiert die chaotischen Zustände im Thüringer Landtag und die Debatte um ein AfD-Verbot.

Zusätzlich berichtet Christoph Ehrhardt, FAZ-Korrespondent, direkt aus dem Krisengebiet im Südlibanon über die militärischen Operationen Israels gegen die Hisbollah. Der Islamwissenschaftler Guido Steinberg gibt zudem einen Überblick über die zukünftige Rolle der Hisbollah und die Gefahr einer Eskalation im Nahen Osten.

Wer sind heute, am 01.10.2024, die Gäste bei Markus Lanz?

Jens Spahn, CDU-Politiker

Der Unions-Fraktionsvize äußert sich zur Entwicklung in Nahost, den deutsch-israelischen Beziehungen und den Perspektiven seiner Partei nach den ostdeutschen Landtagswahlen.

Ulrike Herrmann, Journalistin

Nach dem Chaos im Thüringer Landtag analysiert die "taz"-Redakteurin die Debatte um ein AfD-Verbot. Zudem blickt sie auf die erste Sondierungsrunde von CDU, BSW und SPD in Erfurt.

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Ulrike Herrmann, Journalistin

Nach dem Chaos im Thüringer Landtag analysiert die "taz"-Redakteurin die Debatte um ein AfD-Verbot. Zudem blickt sie auf die erste Sondierungsrunde von CDU, BSW und SPD in Erfurt.

Christoph Ehrhardt, Nahost-Experte

Zugeschaltet aus Beirut informiert der "FAZ"-Korrespondent über die Lage im Südlibanon, wo Israels Armee eine Bodenoperation gegen die Terrororganisation Hisbollah gestartet hat.
Foto: Superbass, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

Guido Steinberg, Islamwissenschaftler

Der Experte von der Stiftung Wissenschaft und Politik spricht über die Zukunft der geschwächten Hisbollah und die Gefahr eines Flächenbrandes im Nahen Osten.

 

Markus Lanz in der ZDF-Mediathek

Portrait von Markus Lanz

 

Polizeieinsatz bei RWW wegen dramatischer Rentnerrevolte

Polizeieinsatz bei RWW wegen dramatischer Rentnerrevolte

Dramatische Szenen heute auf dem Gelände des RWW. Was als unspektakulärer Renteneintritt geplant war, endete in einem chaotischen Ereignis, das die gesamte Belegschaft und die örtliche Polizei erschütterte.

Was war passiert?

Der langjährige Mitarbeiter des RWW, R.-B. G. (Name zum Schutz des Betroffenen abgekürzt), sollte heute, wenige Tage nach Erreichen des 66. Lebensjahres, seinen Ruhestand antreten.  Heute früh schoss er - wie gewohnt vollkommen rücksichtslos - mit seinem Gravel-Bike auf das Firmengelände. Augenzeugen berichten, dass er in wilder Manier mehrere Autofahrer schnitt und lautstark über „diese rücksichtslosen Vierrad-Rowdies" schimpfte. Einmal angekommen, parkte er sein Fahrrad mitten auf vier Parkplätzen.

Vegetarische Revolution beim Abschiedsbuffet

buffetDas offizielle Abschiedsbuffet eskalierte: R.-B. G. hatte darauf bestanden, dass ausschließlich vegetarische Gerichte serviert werden. Während seine Fleisch-liebenden Kollegen auf das versprochene Buffet warteten, wurden sie von einer Auswahl an Tofugerichten und Grünkohl-Chips überrascht. Als sich einer der Kollegen vorsichtig nach etwas Fleisch erkundigte, soll R.-B. G. empört gerufen haben: „Keiner geht hier ohne zwei Tofuburger und einen Quinoasalat raus!" Er drohte sogar, jeden Fleischesser persönlich mit Brokkoli zu füttern, sollten sie sich weigern, die vegetarischen Köstlichkeiten zu probieren.

Verweigerte Schlüsselrückgabe und Flucht ins Büro

Während sich die Festreden dem Ende näherten, forderte die Personalabteilung ihn zur Rückgabe seiner Büro- und Gebäudeschlüssel auf. Doch statt die Schlüssel zu überreichen, floh R.-B. G. zurück in sein Büro, verriegelte die Tür und verschanzte sich. In Windeseile errichtete er eine beeindruckende Barrikade aus ergonomischen Bürostühlen, seinen geliebten Topfpflanzen und meterhohen Stapeln von Projektordnern.

Per E-Mail schickte er eine Rundnachricht an alle Kollegen: „Ich verlasse das Gebäude nicht ohne meine geliebte Klimaanlage!" Zeugen berichten, dass man ihn dabei beobachtete, wie er mit einem Schraubenzieher an der Klimaanlage hantierte und versuchte, sie aus der Wand zu reißen. „Zu Hause habe ich keine Klimaanlage! Wie soll ich ohne sie denn den Klimawandel überleben?", soll er gerufen haben.

Serverraum als letzter Rückzugsort

serverraumNeben seiner Liebe zur Klimaanlage war R.-B. G. bekannt für seine penible Pflege des Serverraums, den er in nahezu staubfreiem Zustand hielt. Kein Kollege wagte es, ohne seine ausdrückliche Genehmigung diesen „heiligen" Raum zu betreten. „Dieser Raum ist mein Lebenswerk – wie soll ich es ertragen, ihn in andere Hände zu geben?", sagte er angeblich kurz vor seiner Büroflucht.

Er drohte sogar, den Zugangscode für den Serverraum „für immer" zu ändern, was zu panischen Anrufen bei der IT führte. In einem dramatischen Moment erklärte er den Serverraum zu seiner "digitalen Rentnerhöhle" und drohte, dort einzuziehen, wenn man ihm nicht eine lebenslange Klimaanlagen-Flatrate gewähren würde. "Ich habe jahrelang in diesem staubfreien Paradies gelebt, ihr könnt mich nicht einfach in die staubige Außenwelt verbannen!", rief er durch die verschlossene Tür.

PC-Wurf-Drohung und Polizeieinsatz

fensterDie Lage eskalierte endgültig, als R.-B. G. lautstark ankündigte, seinen Büro-PC aus dem Fenster zu werfen. „Wenn ich den Ruhestand antreten muss, fliegt der Rechner in den See! 100 Meter, ich schaffe das!" Kollegen beobachteten, wie er das Fenster öffnete und den Rechner bereits über die Fensterbank balancierte, während er den perfekten Wurfwinkel berechnete.

Die alarmierte Polizei war schnell zur Stelle, nachdem die Verhandlungen mit ihm gescheitert waren. Doch es war keine gewöhnliche Einheit, die anrückte, sondern eine "Spezialeinheit für renitente Ruheständler", komplett ausgestattet mit Anti-Stress-Bällen als Wurfgeschosse und tragbaren Lautsprechern, die beruhigende Fahrstuhlmusik spielten.

Die Einsatzkräfte konnten schließlich das Büro stürmen, den PC in letzter Sekunde retten und R.-B. G. aus seinem Refugium befreien. Dabei mussten sie sich durch einen Dschungel von Projektordnern und einen Hindernisparcours aus ergonomischen Bürostühlen kämpfen.

Klammern an die Stechuhr – „Ich muss doch noch 2 Überstunden abrechnen!"

Beim Abtransport durch die Polizei sorgte er für den letzten Akt der Rebellion. Mit einem verzweifelten Sprung klammerte er sich an das Zeiterfassungsgerät und rief: „Ich muss doch noch 2 Überstunden abrechnen! Ohne die gehe ich nicht!"

In einem waghalsigen Manöver versuchte er sogar, das Zeiterfassungsgerät zu "hacken", um sich rückwirkend Überstunden für die letzten 40 Jahre einzutragen. "Das sind mindestens 10.000 Stunden, die mir noch zustehen!", rief er, während er wild auf der Tastatur herumhämmerte. Trotz intensiver Bemühungen gelang es erst nach mehreren Minuten, ihn zu lösen. Selbst beim Abtransport soll er noch lautstark die Rechtmäßigkeit seiner Überstunden verteidigt haben.

Ein letzter Blick Richtung Serverraum

Beim Verlassen des Geländes blickte er noch einmal sehnsüchtig in Richtung seines geliebten Serverraums. „Wenn ich jemals Staub auf den Servern sehe, komme ich zurück!", soll er dem IT-Team zugerufen haben. In einem letzten dramatischen Moment schwor er feierlich: "Ich werde jeden Morgen um 7:45 Uhr vor dem Firmengelände auftauchen, um sicherzustellen, dass alles richtig läuft. Ihr werdet mich nicht so einfach los!"

RWW kündigt verstärkte Sicherheitsmaßnahmen an

Nach dem Vorfall hat die Geschäftsführung des RWW angekündigt, zukünftige Ruhestandsfeiern unter verstärkter Sicherheitspräsenz durchzuführen. „Wir haben gelernt, dass selbst der friedlichste Mitarbeiter am letzten Tag unberechenbar werden kann", kommentierte ein sichtlich mitgenommener Personalverantwortlicher. "Wir erwägen sogar, eine eigene 'Rentner-Eingreiftruppe' zu gründen, um auf solche Situationen besser vorbereitet zu sein."

Es bleibt zu hoffen, dass R.-B. G. seinen Ruhestand doch noch in Ruhe genießen kann – und sich vielleicht irgendwann auch ohne Klimaanlage und staubfreien Serverraum wohlfühlen wird. Die Kollegen jedenfalls werden seinen letzten Arbeitstag wohl nie vergessen und erzählen vermutlich noch jahrelang von der "großen Rentner-Revolte".