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“Launch” am 23.11.2025
Nachdem ich schon länger eine medienkritische Webseite betreiben wollte, hat mich die Sendung “Bericht aus Berlin” vom letzten Sonntag nun zum vorzeitigen Launch genötigt 🙂
Deshalb soll es hier und heute auch nur um diese Sendung (“Bericht aus Berlin”, ARD, verantwortet vom RBB, Sonntag 16.11.2025, 18:00 Uhr) gehen.
Die zentralen Elemente fehlen jetzt, um 15:30 Uhr noch, und erscheinen im Laufe des Tages. Morgen wird diese Seite auch “anders” aussehen!
Sie finden die kritisierte Sendung in voller Länge in der ARD-Mediathek, bzw. unter berichtausberlin.de
Bitte ignorieren Sie die oberen Menüs vorerst, Sie finden heute alles auf dieser Startseite.
Nach BBC-Skandal: Fake News und Manipulation in Reinform: Bericht aus Berlin schneidet Experten zusammenhangslos in Beitrag, um eigene Agenda zu verfolgen
Im Bericht aus Berlin vom 16.11. findet sich eine äußerst perfide Form der Manipulation. Es geht um den Streit zwischen der CDU-SPD-CSU-geführten Bundesregierung und der Jungen Union bzw. den 18 aufmüpfigen Mitgliedern der Jungen Gruppe im Bundestag.
Das Thema dieser Woche. Von Kanzler-Schwäche, Vertrauensfrage über Minderheitsregierung bis zu Neuwahlen ist alles in der Diskussion.
Und was macht der Bericht aus Berlin? Er schneidet einen Beitrag so, dass die Position bzw. die Argumente der Jungen Gruppe geschwächt werden und führt als Beleg einen Experten an, der im Interview gezeigt wird. Mit einer Stellungnahme, die zwar inhaltlich vollkommen korrekt ist, aber überhaupt gar nichts mit der Fragestellung zu tun hat. Wie praktisch, dass die Redaktion bereits die Antwort vorweggenommen hatte. Da weiß das Publikum, was es zu denken hat.
Wie gesagt, diese Seite wird heute ab ca. 22 Uhr bis morgen früh noch mehrmals geupdated, deshalb ist das jetzt leider noch der Stand des Textes.
Um die Angelegenheit zu verstehen, können Sie hier schon einmal meine Anfrage an die Redaktion des Bericht aus Berlin lesen. Einfacher wird es, wenn das Video und die richtigen Texte fertig sind.
Nun, hier meine Mail an die Redaktion:
Sehr geehrte Damen und Herren,
für einen Artikel auf meinem medienkritischen Blog machtmedien.de und anderen Formaten plane ich Artikel und Videos zu Ihrer Sendung “Bericht aus Berlin” vom 16. November 2025. Bei der Ansicht Ihrer o. a. Sendung sind mir zwei gravierende journalistische „Fehler“ aufgefallen, zu denen ich Ihnen die Gelegenheit zur Stellungnahme geben möchte.
Der erste Punkt ist der schwerwiegendere, da ich außer Vorsatz oder vollkommener inhaltlicher Ahnungslosigkeit keine rationalen Gründe für diesen „Fehler“ sehen kann.
Experten-Clip ohne inhaltlichen Bezug zur gestellten Frage
Die Off-Stimme im Beitrag von Torben Lehning und Moritz Rödle leitet ein mit (Timestamp 12:21):
„Die Jungen in der Union fürchten Mehrkosten von rund 115 Milliarden Euro. Ihr Argument: Das sei nicht finanzierbar und nicht generationengerecht.“
Frage: „Doch stimmt das?“
Antwort: „Nicht unbedingt, sagen Experten:“
Bemerkenswert ist bereits, dass die Redaktion die Frage selbst beantwortet (“Nicht unbedingt”), bevor der Experte überhaupt zu Wort kommt. Es ist auch ein schöner Haftungsausschluss. Nicht „nein“, nicht „ja“, stattdessen: „nicht unbedingt“. Interessant.
Noch bemerkenswerter ist, was der Experte dann tatsächlich sagt:
“Für die jüngere Generation ist das natürlich ne’ schlechte Nachricht. Erst mal, wenn sie selber in Rente gehen, dass sie dann weniger haben. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass die Sozialversicherungsbeiträge in der Erwerbsphase dann nicht so stark ansteigen würden.”
Professor Haan spricht hier eindeutig über die Folgen einer Rentenniveau-Absenkung – also über den Gegenvorschlag der Jungen Gruppe/Union.
Er sagt nichts – buchstäblich nichts – zur Frage, ob das Regierungsprojekt finanzierbar oder generationengerecht ist. Das ist ja aber auch gar nicht mehr erforderlich, da die Off-Stimme die Antwort ja schon gegeben hat.
Die Wirkung dieser Montage:
Der Zuschauer hört eine Frage, ob die Kritik der Jungen berechtigt ist, hört “Nicht unbedingt, sagen Experten“, und hört dann einen Professor Haan zum Rententhema sprechen. Die naheliegende Schlussfolgerung: Der Experte widerlegt die Kritik der Jungen Gruppe. Deshalb wird er ja eingespielt. Tatsächlich spricht er über einen völlig anderen Sachverhalt, in sich stimmig, der zwar unmittelbar mit dem Thema verknüpft ist, aber rein gar nichts mit der Fragestellung zu tun hat. Wo er als „Experten“ doch genau dafür eigentlich eingespielt wird. Als Vertreter des wissenschaftlichen Sachverstands.
Für jemanden der die Sendung nicht zurückspulen kann, ist es praktisch unmöglich, sich diesen Widerspruch zu bestätigen, selbst wenn er das Gefühl hat, dass da irgendetwas nicht stimmte. Der Zuschauer wird eher denken, er hat sich vertan oder nicht genau genug zugehört. Ich finde das extrem perfide. Das ist keine journalistische Leistung. Das sieht nach für mich stark nach Irreführung, nach durchsetzen eines eigenen Framings durch mutwillig falsche Montage aus.
Ich finde es auch interessant, dass dort draußen genügend Menschen unterwegs sind, die auf so etwas nur warten, um es einem ÖRR-Sender vorzuwerfen, aber keine Zeile über diesen „Fauxpas“ erschienen ist. Das hat wohl „gut funktioniert“.
Meine Fragen zu I.:
Bestreitet die Redaktion, dass der Experten-Clip eine andere Frage behandelt als die zuvor gestellte?
- Falls nein: Wie rechtfertigen Sie die Platzierung dieses Clips als vermeintliche Antwort?
- Wer hat die Behauptung “Nicht unbedingt, sagen Experten” formuliert und anschließend autorisiert, wenn der einzige gezeigte Experte diese Frage gar nicht beantwortet?
- Stammt der Clip aus einem längeren Interview? Hat Prof. Dr. Haan sich auch zur eigentlichen Frage geäußert?
- War der Redaktion der inhaltliche Unterschied zwischen Frage und Antwort bewusst?
- Wer hat den Beitrag redaktionell verantwortlich abgenommen?
- Hat Prof. Dr. Haan sich nach Ausstrahlung gegenüber der ARD bzgl. des Beitrags selbständig geäußert?
- Ich habe Prof. Dr. Haan bezüglich seines Interviews (erfolglos) kontaktiert. Gibt es eine „Abstimmung“ zwischen Redaktion und Prof. Dr. Peter Haan bzgl. der Vorfalls.
II. Vertauschte Prozentwerte im Kanzler-Interview
Anna Engelke sagt zu Bundeskanzler Friedrich Merz (Timestamp 21:57)
“22 % der Befragten beim Deutschlandtrend finden, dass sie keine gute Arbeit machen.”
Das der Kanzler bei der Bemerkung nicht in Jubel ausgebrochen ist, zeigt, dass er doch nicht so impulsiv ist wie immer gesagt wird.
Die korrekte Zahl laut ARD-Deutschlandtrend November 2025: 76 % sind weniger oder gar nicht zufrieden. Die 22 % bezeichnen die Zufriedenen / sehr Zufriedenen.
Frau Engelke hat dem Zuschauer also übermittelt, dass nur eine kleine Minderheit unzufrieden sei – während in Wahrheit mehr als drei Viertel der Bevölkerung die Regierungsarbeit negativ bewerten. Ein “Versehen” mit erheblicher informativem Fehlwert. Frau Engelkes Gehirns hätte die Aussprache des Satzes als absolut irreal und abwegig verweigern müssen.
Fehler passieren. Auffällig ist, dass, während Frau Engelke Offscreen ist, bei Timestamp 22:23:36 und bei Timestamp 22:26:41 „Tonstörungen“ auftreten. Gab es dort Kommunikation zwischen der Regie/Redaktion und Frau Engelke bezüglich der falschen Zahl?
Meine Fragen zu II.:
- Wie erklärt die Redaktion, dass Frau Engelke den exakt entgegengesetzten Wert einer ARD-eigenen Umfrage nennt?
- Gab es Kommunikation zwischen Regie/Redaktion und Frau Engelke bezüglich der falschen Zahl?
Wenn ja: Warum wurde der Fehler nicht korrigiert? - Warum wurde der Fehler nicht korrigiert?
- Wird es eine Korrektur/Richtigstellung in irgendeiner Form geben?
Mir ist bewusst, dass Fehler passieren können. Die Kombination aus einem um den Faktor 3,5 verfälschten Umfragewert und einer inhaltlich nicht passenden Experten-Montage in derselben Sendung wirft jedoch Fragen auf, die über einzelne Versehen hinausgehen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Perspektive auf beide Sachverhalte mitteilen.
Da ich eigentlich erst in einem Monat online gehen wollte (wegen Ihrer Sendung jetzt ungeplant so kurzfristig), herrscht hier enormer Zeitdruck. Ich werde Ihre Antwort – sofern ich eine erhalte – vermutlich erst in nachfolgenden bzw. aktualisierten Beiträgen darstellen können. Sollten Sie jedoch heute sehr kurzfristig antworten, könnte Ihre Stellungnahme auch sofort mit einfließen.
Mal wieder eine falsche “Statistik” im ÖRR durch Bericht aus Berlin!
Fehler passieren jedem. Nur gibt es da, m. E. nach, Unterschiede. Wenn ich etwas erzähle, merke ich für gewöhnlich, dass ich Unsinn erzähle, gerade wenn es etwas ist, bei dem ich mich auskenne. Wo ich aus unglaublich vielen Quellen Informationen und eine Einschätzung habe.
Das ist aber Anne Engelke beim Bericht aus Berlin passiert. Statt zu zum Bundeskanzler zu sagen:
- “76 % der Befragten beim Deutschlandtrend finden, dass sie keine gute Arbeit machen.”
sagte sie stattdessen:
- “22 % der Befragten beim Deutschlandtrend finden, dass sie keine gute Arbeit machen.”
Also, da hätte mein Gehirn die Ansteuerung des Sprachzentrums ganz einfach verweigert.
Das der Kanzler aber bei dieser Bemerkung nicht in spontanen Jubel ausgebrochen ist, zeigt, dass er doch nicht so impulsiv ist, wie immer gesagt wird. 🙂
Manipuliert der ÖRR seine Zuschauer systematisch mit Fake News, um Regierungs-gefällig zu sein?
Sollte man nicht meinen, allerdings ist vielen Medienkonsumenten inzwischen aufgefallen, dass der Meinungsraum außerhalb der “Mitte” zunehmend enger wird, und andere Meinungen immer weniger Gehör finden.
Ob es früher um Corona, oder heutzutage um die die Flüchtlingspolitik, um den Ukraine-Krieg oder die Kriegsverbrechen der Israelis im Gaza-Streifen ging. Andere Meinungen, die nicht regierungskonform daherkommen, werden durch mangelnde Repräsentation, unterdrückte Berichterstattung, einseitige Darstellung und die moralische Verunglimpfung immer weiter an den Rand gedrängt.
Die bisherige provisorische Startseite bleibt hier erstmal angehangen, weil es in der 2. Überschrift schon lustigerweise um Experten in den Medien geht!
Willkommen auf machtmedien.de – einer Plattform, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die verborgenen Mechanismen hinter der Manipulation durch Medien ans Licht zu bringen. Unsere Webseite richtet sich an alle, die den Einfluss der sogenannten vierten Gewalt genauer unter die Lupe nehmen wollen. Hier erfahren Sie, wie Medien nicht nur informieren, sondern auch manipulieren, wie sie durch politische Verflechtungen und finanzielle Interessen gelenkt werden und wie diese Abhängigkeiten die Berichterstattung prägen. Welche Macht Medien haben.
Die scheinbare Unabhängigkeit der Medien

Medien sind nicht unabhängig
Medien gelten oft als unabhängige Instanzen, die Macht kontrollieren und die Bevölkerung aufklären sollen. Doch was passiert, wenn genau diese Medien selbst von politischen Systemen und wirtschaftlichen Interessen durchdrungen sind? Anstatt eine neutrale Berichterstattung zu gewährleisten, werden sie zu Werkzeugen, die im Interesse bestimmter Akteure eingesetzt werden. Auf machtmedien.de wollen wir aufdecken, wie tief diese Verflechtungen gehen und welche Konsequenzen dies für die Gesellschaft hat.
Die Rolle von Experten in den Medien
Ein weiterer Schwerpunkt von machtmedien.de ist die Analyse der Nutzung von „Experten“ in den Medien. Oft werden Stimmen ausgewählt, die bestimmte Narrative stützen und den Anschein einer objektiven Berichterstattung erwecken. Doch wie objektiv sind diese Experten wirklich? Und welche Stimmen bleiben dabei ungehört?

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